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Km 687,5 LU Einfahrt zum Rheinauhafen Köln. Die Durchfahrtshöhe der Brücke ist 8,20 m minus Kölner Pegel.

  Kölner Pegel
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Abenteuer Türkei 2007 / 2008 - Die Hinreise

Präsident K. - W. Müller und Vicepräsident Jürgen Broich vom KÖLNER AUTBORD- UND MOTORYACHT- CLUB
gehen auf große Fahrt.

Die Türkeireise des Autors Jürgen begann am 15.03.2007 in Workum am Ijsselmeer. Dort holte ich meine wunderschöne ATLANTIC 444 aus dem Winterlager um zum Treffpunkt Köln zu fahren. ( ist auch mein Heimathafen ) Von hier ab sollte meine Summer Breeze und die Liberty meines Freundes und Präsidenten K.W. auf das Abenteuer Türkei gehen. Jedoch war Düsseldorf, und das für einen Kölner, erst einmal Endstation. In Köln-Porz hatte ein Containerschiff beim Wenden 31 Container verloren. Der Rhein war total gesperrt. Am 31.03. gelang mir dann doch der Sprung nach Köln, so daß unsere 1. Etappe nach Regensburg beginnen konnte. Vorbei am Drachenfels, Mainz, Frankfurt bis Würzburg ging alles ohne Probleme. Allerdings hatten wir das Gefühl eine Winterreise zu machen, denn alle Clubs am Main waren noch geschlossen.

Es wunderte uns sehr fast nur kleine Boote zu sehen. ( 6 max. 8
Meter ) Mit unseren 11 und 14 Metern hatten wir doch dauerhaft Hafen-und Tiefenprobleme. ( 1,50 m ) Aber davon ließen wir uns
nicht abhalten weiter zu fahren in den Rhein-Main-Donau-Kanal
bis Saal a.d.Donau, wo Kanal und die Donau beim km 2412 zusammen kommen. ( Die Donau ist der einzige Fluß wo die Mündung km 0 hat )
IN Saal, auf der Werft " Marine Donau Center " war dann für einige Wochen erst mal Pause weil

noch kleinere Reparaturen ( ich hatte mir in der Hafeneinfahrt Wipfeld beide Propeller deformiert ) gemacht werden mussten. Aber dann, mit neuen Michigan Propellern unseres Clubfreundes " Propeller Gröver " in Köln ging es weiter zur Donauschleife bei Schlögen.

Ich muß ehrlicherweise gestehen das ich ohne meinen Freund KW diese lange Reise nicht unternommen hätte. Dieser Mann kann einfach alles reparieren. Der kann sogar mit einem defekten Motor und einigen Kilos Haferflocken zum Abdichten bis in die Türkei kommen. Mir hat er während der Fahrt, ich hatte beide boote zusammen gebunden, bei 40 Grad Außentemperatur, einen Impeller gewechselt, an dem man wirklich nur mit einem Spiegel dran kam. Seine Frau ist Lehrerin und deshalb sind wir nur in den Schulferien gefahren. Dazwischen haben wir unsere Boote liegen lassen.

Dann ging es aber über Pfingsten weiter Richtung Wien. Hier flogen dann noch unsere Frauen ein um mit uns die wunderschöne Barockkirche des Klosters Dürnstein in der Wachau zu besuchen und am Abend im Schlosshotel Dürnstein mit einem festlichen Diner den Tag ausklingen zu lassen.
Da unser Clubfreund Peter Habig ein echter Wiener ist, lag es nahe einen kleinen Bus zu mieten um uns , mit seiner Hilfe, Wien und Umgebung anzusehen. Natürlich durften die Lipizzaner ( meine Frau ist die einzige Holländerin die kein Wasser mag aber Pferde-Pferde-Pferde.............), Prater, Hundertwasserhaus und Schloss Schönbrunn nicht fehlen.

Nun waren endlich die Sommerferien gekommen ( unsere Boote lagen für einige Wochen in der Marina Wien / West ) um wieder zu unseren Booten nach Wien zu kommen. Nachdem bei der Liberty noch einmal der Zylinderkopf abgedrückt war, was aber nichts geholfen hat, setzten wir unsere Reise am 23.06. fort. Nun lernten wir MILAN in Bratislava sowie MIRO in der Marina Komarno, Estergom bei km 1718 mit seinem schönen Schloss und viele hilfsbereite und freundliche Menschen kennen.
Aber immer und überall hatten wir die Probleme mit der Wassertiefe. Sogar in der Wiking Marina in Budapest.

Es war immer sehr knapp. Auch hier auf der großen Donau sahen wir fast nur kleine Flitzer.
Über KALOCSA, BEZDAN, NOVI SAD kamen wir dann nach Belgrad.
Nach Beendigung aller Formalitäten ( die mittlerweile ohne Probleme bei allen Behörden ausgestellt werden, wenn man etwas Zeit
mitbringt ) legten wir uns im Päckchen vor das Restaurant " VODENICA "

 

Hier wurden uns von Djorge und seinem Vater alle Wünsche von den Augen abgelesen. Sogar für unsere Schiffe haben Diesel im Kanister besorgt. Diese Adresse sollte sich wirklich jeder merken. Denn von hier bis zum Schwarzen Meer sind es noch 1000 KM ohne eine Tankstelle. ( www.vodenica.co.yu / Telf. Serbien - 0- 11 2628 250 ) Es waren wirklich wunderbare Tage. Am 27.28. und 29. Juni 2009 solltet ihr dort sein. Dann gibt es ein Volksfest über drei Tage wer der beste Fischsuppen Koch ist. Aber auch diese Zeit ging vorbei und schweren Herzens fuhren wir weiter.

 

Doch langsam machten uns die täglichen hohen Temperaturen von teilweise über 40 Grad im Schatten zu schaffen. Der Wasserspiegel
sank täglich. Ab Belgrad tasteten wir uns nur noch mit dem Echolot weiter, wir mußten höllisch aufpassen. Bojen - Fehlanzeige, ab und
zu tauchte eine in der Waagerechten auf. Unsere Anspannung vom fahren verlor sich dann nach ORSOVA, wo das berühmte Kastel GOLUBAC mit seinen 9 Türmen den Durchbruch der Donau durch die Karpaten bewacht.

 

Die Donau ist hier an der engsten Stelle noch 100m breit und 87,00 m tief. Und es blieb weiterhin so heiß. Wir waren froh am EISERNEN TOR endlich etwas Wind zu spüren. Die Donau wurde immer breiter, die Temperatur immer höher und der Wasserstand von Tag zu Tag niedriger. Trotz der dauernden Suche nach dem Fahrwasser war es ein Erlebnis diesen Fluß in seiner ganzen Majestätik zu erleben. Wie viele Skipper träumen davon ihn zu befahren, wir sind da, wirklich da.

 

Als wir dachten nun haben wir es langsam geschafft und können in
den Kanal zum Schwarzen Meer fahren, kommt die nächste Überraschung. 50 km davor war die riesige Donau wegen
Wassermangel gesperrt und mußten wieder umkehren.

 

Also erst einmal nach VARNA. Dann zur ersten türkischen Stadt " IGNEADA ". Da wir hier nicht einklarieren durften, wollte die Küstenwache uns aus der 12 Meilen Zone verbannen. Nachdem wir dem Wachkommandanten , der in Hawaii Shorts rumlief, eine Flagge unseres Clubs überreicht hatten, durften wir aus lauter Toleranz im Hafen ankern, aber ja nicht an Land gehen. Am nächsten Tag war es soweit, wieder ein Highlight, der BOSPORUS und natürlich ISTANBUL. Der helle Wahnsinn diese Stadt. Schon auf dem Wasser geht es zu wie auf der A1 im Berufsverkehr. Diese Leben, diese Kultur wir sind überwältigt.

Einen ganzen Tag benötigen wir, Trotz Hilfe, um alle Formalitäten zu erledigen. Eigentlich wollten wir weiter, jedoch konnten wir uns dem Zauber dieser Stadt nicht so schnell entziehen und blieben noch zwei weitere Tage mit dem Versprechen, bestimmt wiederzukommen.

Nun aber durchs MARMARAMEER nach TEKIRDAG, dann die Dardanellen passiert bis CANAKKALE ( von wo aus Troja erobert wurde ) AYVALIK sowie CESMES. Geplant war unser Aufenthalt in DALYANKÖY nicht, jedoch hatte unser Präsident vor CESMES ein RIFF geküsst und musste wegen Wassereinbruch ( Ruderabbruch ) schnell aus dem Wasser. Noch mitten in der Nacht holte man ihn raus.

Am nächsten Morgen dachte ich eine FATA MORGANA zu sehen.

Da fährt von einem Traktor gezogen unser Präsident, wie Prinz Karneval, mit seinem Boot auf der Dorfstraße an uns vorbei. Hob alle
E-Leitungen hoch wo sie nicht drunter kamen, begrüßte alle Leute über den Balkonen bis sie am anderen Ende der Stadt zur Werft gelangten.In zwei Tagen war dann tatsächlich wieder alles in Ordnung und dieLiberty konnte wieder ins Wasser. Aber nun ging es direkt Richtung KUSADASI. Dort in der wunderschönen Setur Marina angekommen, ging es zuerst nach EPHESUS. Hier im großen Kolosseum zu stehen, wo man möglicherweise vor 3000 Jahren Menschen zerfleischt hat, und trotzdem so eine Hochkultur war, einfach irre,
die Gefühle gehen mit einem durch.

Unser Ziel war aber Bodrum. Dort angekommen mußten wir aber feststellen das es in der Marina YALIKAVAK und TURGUTREIS sowie in BODRUM selbst keine Möglichkeit mehr zum überwintern gab.

Also wieder 140 km zurück nach KUSADASI, mit einem Zwischenstop in GÜMÜSLÜK, denn dort gab es noch Platz. Nun hatten wir aber nach 6 Wochen mit 40 Grad das erstemal richtigen 7 Bft. Wind von vorne. Je mehr wir uns der Straße von Samos näherten, je höher wurden die Wellen und auch kürzer, so daß wir das erste mal richtig arbeiten mußten. Zu unserer Überraschung wurde die See nach dem Einbiegen in die Straße von Samos wieder total ruhig. Jetzt war es nur noch ein Katzensprung bis Kusadasi, zu unserem Winterquartier. Wir wurden direkt von einer netten Hafenmeisterin empfangen, die uns alle Formalitäten abnahm. Ferner hatten wir eine sehr gute Service-Firma gefunden, die sich über Winter um unsere Boote kümmerte. Diese Firma kann ich bestens empfehlen.(Es wird sehr gutes deutsch gesprochen - KYS Yachting - Kusadasi Yacht Service - Tel. +90 256 612 05 33 - www.kusadasiyachtingservice.com - Erkan Özcetin )

Trotz wunderschöner Marina und bestem Service, und viel preiswerter als in Bodrum, fällt es uns schwer nach
10 Wochen und 4836 km unsere Boote einfach dort alleine zu lassen. Wenn wir uns die Karten betrachten, waren wir doch stolz auf unsere Leistung. Wir sind mit nur ein paar kleinen Blessuren aber gesund dort angekommen und im Herbst kommen wir ja wieder zurück um noch ein paar Tage Urlaub zu machen und die Boote aus dem Wasser zu holen.

Doch schon beim Rückflug wurden Pläne fürs nächste Jahr geschmiedet.
Es soll dann über Samos, Ikaria,Mykonos, Kea,Aigina, Korint, Navpaktos, Patras, Levkas,Korfu, Italien, Sizilien, Stromboli, Salerno, Capri Rom, Elba, Korsika, Monte Carlo, St. Tropez, Marseille, Rhone, Strassburg wieder zurück in unseren schönen Hafen am Kölner Dom.
Davon aber später.

Hier lesen Sie den Bericht zum Abenteuer Türkei - Die Rückreise

  KAMC  -  Kölner Autbord- und Motoryacht-Club e.V.
  An der Schanz 2
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